Patchwork

Seid ihr auch nie ganz zufrieden?

Ich kann mich ja mit vielen Dingen arrangieren und manchmal bin ich sogar zufrieden mit meinem Ergebnis. Aber nicht beim Nähen, da ist es nie perfekt! Das ist nun schon meine dritte Maker’s Tote von Noodlehead und es gibt immernoch Dinge zu verbessern. Bevor ihr euch wundert, die Tasche ist für meine Tante, deswegen auch die Farben.

I can accept things and I can come to an arrangement with others. Sometimes I can even be satisfied with what I have done, when I don’t have a talent for it. But when it’s coming to sewing, it is never perfect.

It’s my third Maker’s Tote and there is still room for improvement. This time it is a gift for my aunt which is the reason for the not-me colors, if you wonder.Boden Maker's Tote

What I changed

Dieses Mal hab ich eine Menge Kleinigkeiten geändert, damit sie endlich so aussieht, wie ich es mir vorstelle. Zum einen wollte ich die Falten am Boden verhindern, die nach dem Annähen des Seitenteils entstehen. Dafür hab ich einfach Außen- und Innenseite zusammengesteppt.

This time I changed a lot of small things to make it the way it should look like. One of these things was, to not allow the bottom to make these creases in the inside. To prevent it, I simply attached the interior to the outside by stitching it together. I knew, the stitches would look perfect on both sides, due to the soft and stable.IMG_1506

Zum anderen hab ich die Tiefe der Innentaschen verringert, damit sie unten nicht um die Kurve wandern. Sie waren ohnehin zu tief und einige Sachen liefen Gefahr, darin verloren zu gehen.

Secondly, I shortened the depth of the inner pockets to prevent them from running around the lower corners, as it happened with my last Maker’s Tote. They don’t need to be so deep either, because otherwise small things get lost within them.IMG_1510

Damit die geschlossene Tasche von allen Seiten gleich aussieht, habe ich innen, oberhalb des Reißverschlusses einen Streifen des Außenstoffes angebracht. Ich wollte den Stoff nicht komplett für innen benutzten, da es sonst zu dunkel werden würde und man seinen Kram nicht wieder findet.

To make my closed tote look the same from every angle, I added a stripe of exterior fabric above the zipper. But it is important to have some light colors in the inside, to find your stuff.IMG_1518

Die Innentasche hat eine rote Scheinpapsel erhalten, damit das Rot des Bindings wieder aufgegriffen wird. Außerdem hab ich die Außentasche etwas höher gesetzt, damit sie nicht unten um die Kurve läuft, wie es bei meiner letzten Tasche der Fall war.

My aunt wanted to have something in black and red. So I tried to add the red of the binding on some little details on the tote. Therefore, the inner pockets got a red edging from the bias tape. And of course the main zipper is in red too.IMG_1508

Also I placed the front pocket a bit higher than before, so it didn’t slip around the bottom of the tote.

What still needs improvement

Irgendjemand hat die Vordertasche nicht in die Mitte gesetzt. Keine Ahnung wer, aber da ich hier allein lebe, ist der Kreis der Verdächtigen klein. Außerdem hat dieselbe Person vergessen, die Ecken der Vordertasche abzurunden, während sie mit dem Anbringen der Paspel beschäftigt war.

I don’t know who didn’t place the exterior slip pocket in the middle of the tote, but due to the fact I live alone in this household, I have a quite good idea. The same person forgot to use the round corner template for the front pocket while being busy with adding an edging to it.IMG_1515

Der Reißverschluss der hinteren Tasche sieht nicht schön aus. Er ist nicht ganz mittig der Aussparung und die Naht ringsrum ist nicht ganz gerade. Zum Glück ist alles so dunkel, dass es nicht sofort auffällt. Ich hab echt gezögert, die Reißverschlusstasche anzubringen, aber ganz ohne erschien mir auch nicht richtig. Wenn jemand eine Idee hat, was man stattdessen anbringen kann, ohne dass es wie eine zweite Front aussieht, immer her damit.

And still the zipper on the back is not as it should look like. The stitching isn’t perfect and I am glad the color is black, so it doesn’t hit your eye in an instant. Before adding that zipper pocket I thought of using something else, because I knew it would get difficult with the soft and stable inside. But I don’t have any good idea what else can replace this pocket, without looking like a second front. If someone has an idea, I would love to hear it.IMG_1516

Und immernoch das Problem mit dem, in sich einfallenden Seitenteil. Ist sogar noch schlimmer geworden als beim letzten Mal. Vielleicht muss ich das Teil doch mit Volumenvlies stabilisieren. Oder die Ecken müssen was runder, keine Ahnung. War auch nicht hilfreich, dass ich Innen- und Außenteil miteinander festgesteppt habe. Dadurch liegt die Tasche noch flacher auf.

For some reason, the gusset is sinking down and the corners lose their roundness. Maybe it is because I didn’t use something to stabilize it like H360 or alike. Or maybe I have to make the corners even rounder then they are. What was not helpful preventing this „sinking down“ was the attachment of interior to exterior at the bottom, which was a good idea for preventing creases but not for the gusset.IMG_1519

Noch eine Maker’s Tote ist derzeit nicht geplant. Keine Ahnung, wann ich mich das nächste Mal an die Verbesserungen machen kann.

I don’t have plans to do a fourth Maker’s Tote in near future. So I don’t know when I will get the chance to improve it, to make it finally perfect. We’ll see…

#ModerPatchMonday, #Creadienstag, #HoT

gruesse

8 Gedanken zu „Seid ihr auch nie ganz zufrieden?

  1. Ach, diese dauernde Unzufriedenheit mit den eigenen Nähergebnissen kenne ich gut. Ich habe zudem die schlechte Angewohnheit, alle in meinem Umfeld darauf hinzuweisen. Lobt mich jemand für eine Tasche, sage ich: Naja. Sie ist da schief und hier sollte sie… Und außerdem ist sie so naja…“ gräßliche Angewohnheit! Ich mag Deine Malers Tote und sicher wäre mir kein Fehler aufgefallen!
    LG
    Julia

  2. Ne, bei mir gibt es auch immer irgendetwas, was mir nicht so gut gelungen ist, bzw. was mir einfach nicht so gut gefällt…Wenn ich die Sachen dann aber verschenke und der Beschenkte sich wie Bolle drüber freut, ist die Welt wieder in Ordnung. Deine Makers Tote sieht klasse aus, mir gefallen auch die Farben sehr gut! LG, Miriam

  3. Liebe Mareike,

    die meisten „Fehler“ fallen nicht auf… und ja es geht mir genauso wie dir ich bin auch zu selbstkritisch. Statt die schöne Tasche zu sehen…. 🙂

    Ich würde vielleicht Soft and Stabel nehmen, damit fahre ich hier super. 🙂

    Ganz liebe Grüße die Nähbegeisterte

  4. Die Tasche ist doch super geworden! Mir gefallen die Farben auch total gut 🙂
    Ich neige auch immer dazu, an meinen Werken rumzumäkeln. Natürlich geht es immer noch perfekter oder besser. Aber ganz ehrlich: Das macht dann viel weniger Spaß! Denn auch die gekauften Sachen sind nicht sooo perfekt, wenn man mal wirklich hinschaut…
    Und trotzdem überlege ich manchmal, ob ich ein Werk doch nicht verschenke, weil es ja nicht ganz so perfekt ist, wie ich mir das vorgestellt habe: Was könnte dann bloß Freundin XY von mir denken, wenn die Naht am Reissverschluss nicht ganz gerade ist 😉

    Sende Dir ganz liebe aber furchtbar unperfekte Grüße
    Kerstin

  5. Oh ja. Das kenne ich…. und dabei sieht bei dir inmer alles so perfekt aus. Hab ich schon oft bewundert. Aber tröstlich, oder!? Das feht ubs wohl alken so und treibt uns an. Ich jedenfalls freue mich auf viele neue Projekte von dir. Viele liebe Grüße maika

  6. Perfektionismus ist gut, solange Du Dir nicht selbst im Weg stehst. Wenn Du Perfektionistin bist kannst du davon ausgehen, dass wenn es für dich zu 90 Prozent gut ist, alles anderen es 120-prozentig gut finden!
    Ich mag meinen Perfektionismus (und den von anderen), weil er mich (und diese anderen) dazu bringt, die Dinge sauber und gut zu machen, und zu verbessern so wie du das tust. Die Aufgabe dabei ist es, zu erkennen, wann es „gut genug“ ist. Ich sehe bei Dir keine einzige krumme Naht, es sieht auf den Fotos perfekt aus. Und wenn jemand anderer so genau schauen würde und herummäkeln anfangen, dann – seien wir uns ehrlich – wäre Deine wundervolle Arbeit an ihm oder ihr verschwendet. Also sei bitte nicht so streng mit Dir selbst. lg, Gabi

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