Basteln

Wie man ein Nagelbild macht

Ich hab euch doch letztens geschrieben, dass ich ein paar Pins von Pinterest ausprobiert habe. Heute möchte ich einen der Pins etwas näher zeigen und erklären.

Ich bin schon seit langem begeistert von den Nagelbildern, bei denen Fäden gespannt werden. Als ich dann aber diese symmetrischen Motive gesehen habe, war es um mich geschehen.

Kurzerhand habe ich mir eine Pappelholzplatte in der Größe 40 x 80 cm im Baumarkt zuschneiden lassen, dazu schwarze Tafel-Sprühfarbe und diese kleinen Stecknadeln gekauft. Da die Stecknadeln sehr stabil und spitz sind, waren sie der perfekte Nagelersatz.

Nachdem ich die Platte schwarz besprüht hatte, habe ich mit Masking Tape die Platte eingeteilt (jeweils 24 Nägel, Abstand 5mm) und meine Markierungen auf dem Masking Tape angebracht.

Die erste Nagelreihe wurde schief und krumm. Aber man lernt ja dazu. Ich hab also eine Leiste angelegt und die Nägel an der Leiste eingeschlagen. So waren sie alle senkrecht, in einer Flucht und in derselben Höhe eingeschlagen. Die Technik kann ich also sehr empfehlen.

Anschließend hab ich einfach das Masking Tape entfernt und schon konnte ich mit dem Garn loslegen. Übrigens habe ich 1,5 Garnrollen á 200m benötigt.

Jetzt noch ein Tipp für Anfang und Ende der Schnur: Ich habe mit etwas Buchbinderleim (der wird schön transparent und trocknet schnell) den Nagel bestrichen und anschließend das Garn ein paar Runden drum gewickelt. So hielt das Garn fest und ich konnte es am Ende knapp abschneiden.

Das Bild lebt davon, dass die Garnflächen in verschiedenen Höhen angelegt sind. Dafür habe ich einfach Essstäbchen als Abstandshalter verwendet. So konnte ich die Garne in insgesamt drei Ebenen schichten.

Die Reihenfolge der Flächen ist grundsätzlich jedem selber überlassen. Ich hab mich versucht an das Original zu halten, da der Effekt hier sehr gut aussah.

Das Garn musste ich mehrfach absetzen, da ich die Ebenen symmetrisch und übereinander angeordnet hatte. Das heißt, ich habe ein paar Mal geklebt und wieder neu angefangen.

Es hat sich außerdem gezeigt, dass wenn der Nagel schief drin steckt, das Garn hoch bzw. runter rutscht. Daher ist es essentiell, dass die Nägel gerade eingeschlagen sind.

Am Ende habe ich die Nagelköpfe mit einem Permanentmarker schwarz angemalt, damit sie nicht mehr zu sehen sind. Man hätte sie bestimmt auch mit ansprühen können.fertiges Nagelbild

Ich bin sehr zufrieden mit dem Bild und habe richtig Lust, nochmal eines zu machen. Es ist sehr entspannend, die Fäden zu spannen.

#Creadienstag #HoT #DD

20 Gedanken zu „Wie man ein Nagelbild macht

  1. Auja, ich kann Dich gut verstehen: Das sieht soooo großartig aus! Toll, dass Du das ausprobiert hast und danke für die Tipps, wie man die Nägel am besten einschlägt. Das wird sehr hilfreich sein, wenn ich mein erstes Nagelbild spanne. lg, Gabi

    1. Liebe Gabi,

      das ist vor allem sehr meditativ, wenn man da so seine Runden dreht. Ich werd das auf jeden fall auch nochmal machen, denn es macht richtig Spaß.

      LG Mareike

  2. Boah, wahnsinn! Das soeht absolut klasse aus, aber auch sehr schwierig. Kommt man da beim Fäden spannen nicht schnell durcheinander? Wie lange hast du ungefähr dafür gebraucht? Aber egal, es hat sich auf jeden Fall gelohnt 🙂
    Liebe Grüße,
    Ronja

    1. Liebe Ronja,
      ich hab mich da ganz gemütlich an zwei Abenden mit dem Spannen beschäftigt. Dabei kommt man aber nicht wirklich durcheinander. Man spannt von einer Seite zu anderen und wenn man was ausläßt, sieht man es sofort. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, sich vorher die verschiedenen Ebenen zu überlegen. Aber jede Ebene für sich ist dann recht einfach.

      LG Mareike

  3. Auch von mir ein Wow und Hut ab – es sieht in deinen Einzelbildern genauso kompliziert aus wie ich es mir dachte, und ich würde vermutlich einen Knoten im Kopf bekommen… Toll, dass du das angegangen bist. Es sieht einfach super aus und passt bestimmt gut bei dir rein. Ich bin gespannt auf dein nächstes Mal 🙂
    LG. Susanne

    1. Liebe Susanne,

      ich glaub das sieht komplizierter aus, als es ist. Man spannt immer links rechts – links rechs. Jeden Fehler siehst Du sofort.
      Ich meine mich aber zu erinnern, dass ich bei meinen ersten Fäden auch überlegt habe, wie ich am Sinnvollsten um die Nägel rum gehe. Da muss man immer die selbe Reihenfolge einhalten. Zum Beispiel von außen nach innen. Ansonsten ann man den Kopf ganz gut entspannen dabei.
      LG Mareike

  4. Das sieht mega genial aus! In meinem Kopf waren diese Nagelbilder immer auf Kindergartenbastelei beschränkt, weil ich solche Bilder von den Kindern mal zum Muttertag geschenkt bekommen habe, aber da tun sich ja ungeahnte Möglichkeiten auf! Vielen Dank für’s Augen öffnen, gefällt mir wirklich gut, dein Bild!

    Glg
    Claudia

    1. Liebe Claudia,

      och Mann, ich durfte sowas nicht im Kindergarten machen. Das find ich wirklich schade. Aber wenn Du mal bei Pinterest stöberst, findest Du unzählige tolle Möglichkeiten, die richtig klasse aussehen.

      LG Mareike

    1. Liebe Vera,

      wie schön, dass ich anregen konnte. es macht auch wirklich Spaß. Würde mich freuen, wenn ich von Dir auch ein Nagelbild sehen kann.

      LG Mareike

  5. Total schön – total gelungen! Ich kannte das bisher auch nur aus meiner eigenen Kindergartenzeit – aber diese Kunst hat damit ja wirklich nur die Technik gemeinsam. Ich wusste nicht, dass es solche Bilder gibt. So schön, dass es Dir gelungen ist, das so nachzumachen.
    Ich hätte vermutlich mit einem Roller schwarze Farbe aufgetragen. Hast Du die Nadeln mit einem Hammer eingeklopft? Oder ging das mit der Hand? Die optimale Lösung wären vermutlich schwarze feine Nägel, damit man sich das spätere Einfärben erspart.
    Obwohl vermutlich silbere Nägelköpfe auf einem farbigen Hintergrund wie türlis auch gut wirken…
    Liebe Grüße
    Ines

    1. Liebe Ines,

      der Vorteil der Sprühfarbe ist hier ganz klar der gleichmäßige Auftrag. Und die Holzstruktur scheint auch noch schön durch. Die Stecknadeln sind mit einem kleinen Hammer eingeklopft. Ich habe extra Pappelholz gewählt, weil es schön weich ist und die Nachbarn sich dann nicht über den Lärm beschweren.

      Ich stand im Baummarkt auch vor dem Regal mit den Nägeln. Aber die Variante mit Stecknadeln ist viel billiger. Und sie sind auch nicht so dick und gleiten daher besser ins Holz. Ich hab noch mehr als die Hälfte der kurzen Stecknadeln und könnte damit noch etliche Bilder hämmern.

      LG Mareike

    1. Danke liebe Karin. Ich hab das Bild verschenkt, da es für meine Wohnung etwas zu dunkel ist. Aber ich mach bestimmt mal eine helle Variante für mich selber. Dann natürlich mit anderem Muster.

      LG Mareike

    1. Liebe Christiane,

      Du weißt doch: Stillstand ist Rückschritt. Aber mal ehrlich, ich probier doch immer wieder gern was Neues aus. Wer weiß, welche ungeahnten Talente bei mir schlummern. Das kann ich ja nur so rausfinden.

      LG Mareike

  6. Das ist wirklich suuuuper toll geworden liebe Mareike! Ich mag solche Fadenbilder auch sehr gerne. Ganz klassisch mit Nägeln (oder eben Stecknadeln) hab ichs es jedoch noch nicht versucht. Deine ganzen Tipps und Erfahrungen sind jedenfalls super. Danke, dass du diese mit uns teilst 🙂 Alles Liebe, Nadia

    1. Liebe Nadia,

      ich finde auch, dass so ein Fadenbild gut zu Dir passen würde. Aber vor allem in einer runden Mandalaform. Da habe ich ganz tolle Varianten auf Pinterest gesehen. Und mit unterschiedlichen Farben kann man auch ganz tolle Effekte erzielen.

      LG Mareike

  7. Hallo Mareike,
    ja, ich habe mich auch gleich in das tolle Werk verguckt. Ich liebe geometrische Figuren! Und das Schönste daran ist, dass ich jetzt der stolze Besitzer dieses Teils bin. Nochmals vielen lieben Dank! Es hat hier einen ehrenvollen Platz bekommen, und ich erfreue mich jeden Tag daran. Vielleicht wage ich mich auch mal in kleinerer Form an diese Technik. Dank deiner Beschreibungen, Hinweise und Tipps, kann man die Arbeiten recht gut nachvollziehen und evtl. „Fehler“ gleich weglassen.
    Ich wünsche dir weiterhin kreatives Schaffen (nicht ganz uneigennützig, denn ich stöbere gern auf deinem Blog).
    Liebe Grüße
    Seni

    1. Liebe Seni,

      immer wieder gern. Ich hatte es ja für Dich gemacht und die Form entsprechend gewählt. Wobei, das nächste behalte ich bestimmt selber 🙂
      Ich muss bald mal vorbei kommen und begutachten, ob es gut an Ort und Stelle passt.

      LG Mareike

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